VIELFÄLTIGE AUSWAHL AN FEINEN JUWELEN UND GOLDSCHMUCK

Smaragd

Smaragd - Ein Traum in Grün

Edelstein Smaragd
Der Smaragd zählt neben Rubin und Saphir zu den großen Drei der Farbedelsteine und war schon in der Antike als besonderes Juwel geschätzt und begehrt.



Was zeichnet einen Smaragd aus?

Der Smaragd ist einer der ganz wenigen Farbedelsteine, die nur in einer Farbe auftreten, nämlich in Grün. Diesem Umstand verdankt er auch seinen Namen, der sich von dem griechischen „smaragdos“ für „grüner Stein“ ableitet. Es sind winzige Beimengungen von Chrom, Eisen oder Vanadium, die als Spurenelemente dem Kristall seine Farbe verleihen, der als Mineral zur Gruppe der Berylle gehört. Mit einer Mohshärte von 7,5 bis 8 ist er nicht ganz so hart wie Rubin oder Saphir, jedoch immer noch wenig anfällig für Kratzer. Wegen seiner Seltenheit und der unverwechselbaren Farbe gilt er als der wertvollste Edelstein unter den Beryllen.

Der Smaragd war bereits im Altertum bekannt, mehr als tausend Jahre vor Christi Geburt wurden Smaragde in Fundstätten im Ägypten des Neuen Reichs abgebaut.Im alten Rom sollen Smaragde als Schutz der Augen vor grellem Sonnenlicht verwendet worden sein – aus dem Wort „Beryll“ leitete sich im späten Mittelalter das Wort „Brille“ für geschliffene Augengläser ab.Als die Spanier und Portugiesen im 16. Jahrhundert Südamerika eroberten, stießen sie neben den Reichtümern an Gold und Silber auch auf neue Smaragdminen. Besonders ergiebige Minen lagen und liegen in Brasilien. Das bekannteste Herkunftsland ist Kolumbien mit den historischen Minen Muzo und Chivor und dem aktuellen Abbaugebiet Coscuez. Seit einiger Zeit haben auch die afrikanischen Minen in Sambia und Simbabwe als Lieferant schöner Smaragde an Bedeutung gewonnen. In Sambia wurde 2018 ein Smaragdkristall entdeckt, der im ungeschliffenen Zustand rekordverdächtige 5655 Carat auf die Waage bringt. Weitere Abbaugebiete liegen in Asien (Uralgebirge, Indien, Pakistan, Afghanistan) und auf Madagaskar, können sich allerdings in Punkto Qualität nicht an die südamerikanischen oder afrikanischen Smaragde heran; ihre Produktion wird meist für den lokalen Markt verwendet.Die einzige erwähnenswerte Fundstätte Europas für Smaragde liegt im österreichischen Bundesland Salzburg im Habbachtal. Die dort gefundenen Steine sind allerdings wegen ihrer minderen Qualität nur für Mineraliensammler von Interesse.



Farbe des Smaragds: Eine Farbe, viele Nuancen.

Das Grün des Smaragds ist so unverwechselbar, das es sogar in der Alltagssprache einem Farbton seinen Namen gegeben hat, dem Smaragdgrün. Es ist ein möglichst reines Grün mit nur geringen Beitönen anderer Farben. Es erinnert an die frische Farbe des jungen Frühlingsgrüns. Am ehesten findet sich diese Farbe bei kolumbianischen Smaragden. Die Muzo-Mine, schon in präkolumbianischer Zeit betrieben, ist legendär für ihre Steine mit besonders sattem und reinem Grün. Noch heute bezeichnet der Ausdruck „Muzo-Grün“ eine besonders hohe Farbqualität unabhängig von der Herkunft. Sambesische Smaragde haben einen leichten Blauton in der Hauptfarbe Grün, die Smaragde aus Simbabwe hingegen einen leichte Beimischung von Gelb. Beide Farbnuancen können sehr attraktiv wirken und sind entsprechend gefragt.



Wie bestimmt sich der Wert eines Smaragds?

Ein wichtiges Kriterium für einen wertvollen Smaragd ist die Farbe. Sie sollte ein reines Grün sein oder nur einen geringen Blauton oder Gelbton haben. Daneben spielt die Intensität der Farbe eine Rolle. Mit einem Rückgriff auf die Natur bezeichnet man sie je nach Tiefe als „Tannengrün“, „Grasgrün“ und „Lindgrün“. Tannengrün bezeichnet die dunkelste Stufe des Grüns, „Lindgrün“ ein helles Pastellgrün. Die Wertschätzung der verschiedenen Stufen hängt auch vom Zeitgeschmack hat; galt noch bis Ende des letzten Jahrhunderts ein tiefer dunkler Ton als besonders begehrt, sucht der Schmuckliebhaber heute eher nach den mittleren bis mitteldunklen Tönen – letztlich entscheidet hier der individuelle Geschmack.
Wichtig für den Wert und auch die Schönheit des Steins ist die Leuchkraft. Die Farbe eines guten Smaragds wird auch als „grünes Feuer“ beschrieben, weil sein Grün lebendig und leidenschaftlich wirkt, als lodere in ihm eine Flamme.Je schöner diese Brillanz, desto wirkungsvoller ist die Farbe und desto höher liegt auch die Wertschätzung.
Smaragde finden sich in metamorphem Gestein oder in Pegmatit-Adern, das heißt, dass ihre Entstehung an geologisch turbulente Zonen gebunden ist. Entsprechend abwechslungsreich ist ihr Innenleben: Einem Smaragd ist immer die Geschichte seiner Entstehung eingeschrieben in Form von Einschlüssen anderer Mineralien, von Flüssigkeitsbläschen, kleinen Gasblasen, von Fissuren und Heilungsrissen. Ein natürlicher Smaragd wird nie augenrein sein, das Fehlen von Einschlüssen ist sogar ein Erkennungsmerkmal von Smaragdimitationen. Diese Einschlüsse, die sich zu charakteristischen Bildern zusammenschließen, werden auch als „Jardins“ („Garten“) bezeichnet. Da sie typisch für den Smaragd sind, gelten sie nicht automatisch als wertmindernd. Bei einem guten wertvollen Smaragd sollten sie die Farbe nicht verfälschen und sie sollten die Transparenz und die Leuchtkraft nicht wesentlich beeinträchtigen. Für einen Gemmologen stellen diese Einschlüsse sogar wertvolle Informationen bereit: jede Provenienz hat ihr charakteristisches Einschlussbild, so dass die Herkunft eines Smaragds etwa aus Kolumbien dadurch bestätigt werden kann.
Letztlich spielt auch die Größe bzw. das Caratgewicht eine Rolle. Smaragdkristalle wachsen normalerweise zu mehreren Zentimeter Größe heran. beim Schleifen der Edelsteine geht jedoch viel Material verloren. Stimmen Farbe, Transparenz und Leuchtkraft, wird der größere Smaragd gegenüber dem in diesen Kriterien vergleichbarem kleineren Smaragd besser bewertet.



Wie schleift man Smaragde?

Für den Smaragd wurde ein eigener Schliff entwickelt, der Smaragdschliff oder Emerald Cut. Es handelt sich um eine quadratischen oder rechteckige Form, dessen Ecken leicht abgeschrägt sind, so dass der empfindliche Smaragd vor Bruch besser geschützt wird, da die Abschrägungen mögliche Stöße beim Tragen des Schmuckstücks besser abfangen. Geschliffen wird diese Form im Treppenschliff, wobei an den Seiten jeweils drei Facetten angelegt werden. Die Anzahl der Facetten entscheidet mit über Glanz und Leuchtkraft. Da Smaragd ein spröder Edelstein ist, stellt der Schliff in feinen Facetten hohe Anforderungen an die Geschichklichkeit des Schleifers. Ein feinteilig geschliffener Smaragd ist daher qualitätvoller und wertvoller als ein Smaragd,der mit einem einfachen Schliff auf Gewicht geschliffen wurde.Neben dem Smaragdschliff wird der grüne Edelstein natürlich auch in allen anderen Facettschliffen geschliffen, wie z.B. als Oval oder als Tropfen. Smaragde mit zahlreichen Einschlüssen, die dadurch transluzent oder opak wirken, werden gerne als Cabochon verarbeitet, das heißt in sanft gerundeten runden oder ovalen Formen ohne Facetten.



Wie trägt man Smaragde?

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Ein Smaragd eignet sich für jedes Schmuckstück. Ein auserlesen schöner Smaragd kann in einem Ring wunderbar in Szene gesetzt werden. Besonders edel ist ein Memoirering aus Smaragden, die sich harmonisches in warmes Gelbgold fügen. In einem Anhänger verarbeitet, wird der Smaragd gerne mit einem Kranz aus Brillanten eingefasst. Besonders apart sind Kombinationen aus verschiedenen Farben, etwa eine Zusammenstellung von Blau und Grün, aus Saphir und Smaragd. Linienarmbänder sind entweder rein aus Smaragden, z.B. im Carréschliff, zusammengestellt oder kombinieren den Smaragd mit anderen Farbedelsteinen. Zur glänzenden Hochform auflaufen können Smaragde in Colliers. Über die vordere Hälfte der Kette oder besonders opulent über das gesamte Schmuckstück verteilt, lassen sie ihr unnachahmliches grünes Feuer als unübersehbaren Blickfang leuchten.Auch als Ohrschmuck inspirieren Smaragde die Schmuckgestalter. Besonders gerne fügen sie die grünen Leuchtfeuer in opulent oder verspielt gestaltete Ohrhänger und Ohrstecker ein.

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