Der Smaragd gehört zu den Edelsteinen par excellence, denkt man an kostbare Juwelen, fällt auch sein Name. Er ist einer der wertvollen Steine, die schon seit der Antike bekannt sind und geschätzt werden. Die grüne Farbe galt als augenstärkend, und Kaiser Nero hielt einen Smaragd vor das Auge, um die Spektakel im Circus Maximus besser verfolgen zu können. Als Sehhilfe de luxe hat der Smaragd, der zur Gruppe der Berylle zählt, dann mit seinem Gattungsnamen unserer "Brille" zu ihrem Namen verholfen. Wie kaum ein anderer Edelstein ist das Bild des Smaragds eng mit seiner Farbe verbunden: er tritt nur in Grün auf, ein Grün, das in Steinen von guter Qualität von so einzigartiger Farbe ist, dass es in den Sprachgebrauch als "Smaragdgrün" eingegangen ist. In der Natur kann man es am ehesten mit dem Grün frischer Tannen vergleichen oder mit kräftigem Moosgrün. Es gibt Smaragde, in denen dem Grün ein gelber oder ein blauer Ton beigefügt ist. Entscheidend für die Qualität eines Smaragds ist die Farbsättigung und Farbtiefe. Ist das Grün zu schwach ausgeprägt, spricht man nicht mehr von Smaragd, sondern von grünem Beryll.

Gleichfalls von Bedeutung ist die Leuchtkraft, der Edelstein sollte von innen heraus strahlen, die beste Stufe wird als "lebhaft" bezeichnet. Smaragde treten so gut wie nie augenrein auf. Im Laufe des Kristallwachstums bilden sich kleine Einschlüsse im Stein wie kleine Fahnen, Flüssigkeitseinschlüsse oder Nadeln anderer Mineralien. Mit dem französischen Ausdruck für "Garten" bezeichnet man sie auch als "Jardins" und sie sind ein Erkennungsmerkmal für die Echtheit des Natursteins gegenüber Imitationen. Da Smaragde in Gesteinszonen wachsen, die tektonischen Verschiebungen ausgesetzt sind, wird das Wachstum der Kristalle häufiger gestört; daher wachsen die meisten Smaragde nur zu kleinen Größen heran. Smaragde mit einer Größe von über 10 carat und  in guter Farbe und Transparenz sind daher seltene, bei Kennern begehrte und wertbeständige Edelsteine.

Wichtige Fundgebiete für Smaragde sind Südamerika, besonders Brasilien und Kolumbien sowie das Uralgebiet in Rußland. In neuester Zeit sind gute Qualitäten auch aus Afrika (Sambia) bekannt geworden. Die besten Smaragde stammen aus Kolumbien, "kolumbianischer Smaragd" ist also auch eine Qualitätsbezeichnung.