Für viele ist der Diamant der Edelstein schlechthin, das funkensprühende Feuerwerk eines Einkaräters, luxuriös in Gold gefasst, ist der Inbegriff des kostbaren Schmucks. Der Diamant ist das härteste natürlich entstandene Material auf Erden, sein Name, der auf das Griechische adamas zurückgeht - unzerstörbar - verweist darauf.

Der Wert des Brillanten bemisst sich nach vier Kritierien, nach den englischen Begriffen auch „die 4 C's“ genannt: Gewicht (Carat), Farbe (Colour), Reinheit (Clarity) und Schliff (Cut)

Gewicht: Das Gewicht eines Brillanten wird traditionell in „Carat“ angegeben, diese Gewichtseinheit entspricht 0,2 Gramm. Je größer ein Brillant wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Wachstumsprozess Einschlüsse und Verfärbungen den Kristall trüben, daher steigt der Wert eines weißen und reinen Brillanten mit seiner Größe. Allgemein bekannt ist der Einkaräter, wegen seiner Wertbeständigkeit und Seltenheit auch gerne als Stein für Verlobungsringe und Eheringe gewählt.

Farbe: Der klassische Diamant ist durchsichtig, was als „weiß“ bezeichnet wird. Je reiner das Weiß ist, also frei von unmerklichen Beitönen anderer Farben, desto wertvoller und seltener ist der Stein; die als „River“ bezeichnete höchste Farbstufe etwa weisen nur 2 % aller Schmuckdiamanten auf. Standard ist bei weißen Brillanten die Farbqualität Wesselton (H-I), die Weiß mit (dem normalen Auge nicht sichtbarer) ganz leichter Gelbtönung bezeichnet. Diamanten treten aber auch in natürlichen Farben wie Rosa, Rot, Gelb, Braun, Schwarz, Grün und Blau auf, in den letzten Jahren sind unter den farbigen Diamanten die gelben Diamanten in den Vordergrund getreten. Ist die Farbe gut sichtbar ausgeprägt, spricht man von einer „fancy-Farbe“.

Reinheit: Während des langen Wachstumsvorgangs eines Edelsteins ist es unvermeidlich, dass das perfekte Kristallgitter durch Einschlüsse winziger Fremdstoffe, Gase oder Flüssigkeiten gestört wird. Für die Qualität eines Steines spielt daher das Einschlussbild, d.h. Anzahl, Größe, Farbe und Positionierung der Einschlüsse, auch eine Rolle. Die für Schmuck verwendeten Brillanten haben vielfach nur sehr kleine oder kleine Einschlüsse, die mit bloßem Auge nicht oder nur schwer sichtbar sind Der höchste und seltenste Reinheitsgrad wird als „Lupenrein" bezeichnet,  d.h. das geschulte Auge des Fachmanns kann bei der Betrachtung des Brillanten mit einer zehnfach vergrößernden Lupe keine Einschlüsse erkennen.

Schliff: Seit mehr als hundert Jahre ist der häufigste Schliff eines Diamanten der Brillantschliff, einen im Brillantschliff geschliffenen Diamanten bezeichnet man daher auch kurz als Brillant. Der über Jahrhunderte hinweg entwickelte Brillantschliff lenkt das Licht auf besondere Weise durch den Diamanten, so dass im Idealfall eine besonders gute Lichtbrechung und Streuung erreicht wird. Kennzeichen sind u.a. die kreisrunde Form, eine glatte Tafel und mindestens 56 Facetten. Daneben stehen dem Schleifer viele andere Formen und Schliffe zur Verfügung, wie der schiffchenförmige Marquise- oder Navetteschliff, der Tropfen, der Trilliant (Dreiecksform), der Prinzeßschliff oder Baguette- und Trapezschliff. Auch wenn die Schliff-Form durchaus in die Preisbewertung eines Diamanten einfließen kann, ist mit dem Merkmal "Cut" im allgemeinen die Qualität der Schliff-Ausführung gemeint. Bewertet werden die Proportionen, d.h. die Anlegung der Facetten im richtigen Winkel, das Verhältnis von Oberteil, Rondiste und Unterteil, die Symmetrie der Ausführung und die Polierung, mit der Bearbeitungs- und Wachstumsspuren von der Oberfläche entfernt werden.